KW 11 – Hurra, hurra die Schule „ist zu“ oder wer hat „das Klopapier“ geklaut

Eigentlich wollte ich versuchen die Corona-Pandemie nicht zu thematisieren, aber nun ist es diese Woche und vermutlich auch die nächsten zwei bis drei Wochen wohl nicht möglich. Die Schulen und die Kindergärten sind geschlossen. Wir haben keine Verwandte oder ähnliches hier im Kreis haben, die uns bei der Betreuung unterstützen könnten bzw. die nicht zu der Risikogruppe gehören. Daher werden wir als Eltern uns aufteilen müssen um entsprechend mit Homeoffice sowohl unseren Arbeitgeber als auch unseren Kindern gerecht zu werden.

Homeoffice

Erst die letzte Woche KW 10 musste ich wegen einer Erkrankung von Jo im Homeoffice arbeiten. Nun muss ich ab KW 12 wieder von zu Hause aus Arbeiten, damit die Betreuung der Kinder gesichert ist. Wir haben uns am Wochenende aus unserem Gästezimmer ein 1a Arbeitszimmer gemacht. Gerade sitze ich auch hier und genieße unseren neuen richtig tollen Arbeitsplatz. Wir haben aus dem Gästezimmer alles unnötige entfernt und einen kleinen Schreibtisch aufgestellt. Es gibt einen Monitor der an einen Laptop angeschlossen werden kann, so dass man mit zwei Bildschirmen arbeiten kann. Mir gefällt das Arbeitszimmer richtig gut. Auch jetzt sitze ich an meinem neuen Arbeitsplatz und genieße es richtig.

Hamsterkäufe

Seit Wochen ist es bei uns in den Geschäften ein auf und ab, da denkt man nun ist wieder alles da und alle haben sich genug mit all möglichen Sachen eingedeckt, da wandert man wieder an leeren Regalen vorbei. Es gab tatsächlich in vier Läden am Freitag und Samstag hier kein Toilettenpapier. Blöd, wenn man vergessen hat es zu kaufen, als es in der Woche kurz verfügbar war. Versuchen wir Montag noch einmal unser Glück. Wahrscheinlich nehmen wir dann auch eine XXL-Packung oder zwei normale, damit wir das nächste mal eine in Reserve haben und schon hat wieder irgendjemand der auch eine braucht nicht die Chance eines zu kaufen. Mehl gab es bei uns auch nicht zu kaufen, dh. nicht das normale auf der Palette, aber das Bio-Mehl drei Gänge weiter war noch da. Bei den Nudeln, dem TK-Gemüse und dem Fleisch habe ich auch die Reste genommen, die keiner wollte. Meinen Essensplan / Einkaufszettel hätte ich mir auf jeden Fall sparen können, denn das meiste habe ich einfach nicht bekommen und stattdessen etwas anderes mitgenommen.

Gesund bleiben

Doch was viel wichtiger ist als irgendwie zu arbeiten und das herum gehamster, ist die Frage, wie bleibt man gesund und was kann man tun um andere nicht auch noch anzustecken, falls es zu spät ist. Bei jedem Halskratzen zum Hausarzt zu laufen ist sicher aktuell keine gute Idee. Jemand aus der Risikogruppe (Menschen bei denen ein schwerer Verlauf häufig Auftritt) möchte man ja nun wirklich nicht anstecken. Am besten man bleibt einfach gesund. Nur wenn es so einfach wäre, dann gäbe es nicht so viele Fälle Weltweit.

Sorgen

Ich mache mir sorgen darum, dass sich meiner Eltern oder Schwiegereltern anstecken und es zu einem schweren Verlauf kommt, denn leider gehören alle zur Risikogruppe, nicht nur wegen des Alters, sondern auch wegen entsprechender Vorerkrankungen. Dabei verhalten sich einige von ihnen auch noch deutlich ignorant. Ihrer Meinung nach betrifft sie das Ganze nicht. Ändern kann ich das Verhalten nicht und das ich es unvernünftig finde, interessiert nicht. Gegenseitige Besuche lehne ich trotzdem aktuell ab, alleine wegen der Möglichkeit, dass wir uns bereits angesteckt haben könnten und wenn sie sich anstecken, dann bitte bei jemand anderen.

Fazit

Obwohl ich es gerne möchte, kann ich es nicht ignorieren was da gerade los ist. Solange man gesund ist oder nur eine leichte Erkrankung aufweist erscheint es manchen vielleicht etwas übertrieben, aber die vielen schweren Verläufe lassen einen doch eher Unruhig zurück. Bei jedem Husten, Halskratzen und Fieberschub von Familienmitgliedern (egal welchem Alters) ist man alarmiert.
Bleibt also gesund, wenn Ihr könnt und versucht Euch und Eure Mitmenschen zu schützen, auch wenn es vielleicht heißt, die sozialen Kontakte herunter zu fahren und auf fernmündlich um zu stellen.