KW 10 – Homeoffice – Wo fängt Home an und Office auf?

Ich arbeite in einem Unternehmen wo Homeoffice zwar nicht üblich ist, aber es erlaubt ist hin und wieder Homeoffice zu machen. Gerade wenn es um die Betreuung von kranken Kindern geht, ist es so gar beliebter bei den Chefs, als wenn man gar nicht arbeitet. Dabei kommt es natürlich auch immer darauf an wie intensiv die Betreuung des erkrankten Kindes sein muss. Je nach Art der Erkrankung ist Homeoffice durch aus eine tolle Alternative.

Kind krank und Homeoffice

Anstatt mich also die Woche „Kind krank“ zu melden habe ich mit meinem Chef abgesprochen, dass ich Homeoffice mache. Dafür reicht bei uns in der Firma ein Telefongespräch oder eine E-Mail aus. Nachdem der Vorgesetzte das „okay“ gegeben hat, wird das Homeoffice für alle Teammitglieder sichtbar im Kalender eingetragen. Damit ist das ganze offiziell und der Arbeit zu Hause steht nichts mehr im Wege.

Voraussetzungen zum Homeoffice

Wichtig ist, das die Arbeitsaufgaben und das Arbeitsgerät (Laptop) die Voraussetzungen mitbringen außerhalb des Firmennetzwerkes zu funktionieren. Nicht alle Aufgaben können von zu hause aus erledigt werden bzw. es gibt Tätigkeiten die dauern per VPN-Verbindung viel länger. Es bietet sich demnach an, die Aufgaben wenn möglich so zu wählen, dass diese im Homeoffice gut abgearbeitet werden können.

Dokumentieren

Im Homeoffice bekommt die Dokumentation des Arbeitstages mehr Gewicht als wenn man im Büro Sitz. Gerade wenn Homeoffice nicht die gelebte Praxis, sondern eine Ausnahmesituation ist, sollte man seine Tätigkeiten protokollieren. Ich mache mir meistens nur kleine Stichpunkte. Dadurch kann ich noch Wochen später, darlegen was ich eigentlich den ganzen Tag gemacht habe.

Überstunden im Homeoffice

Schnell entstehen zu mindestens bei mir als Teilzeitmitarbeiterin schnell Überstunden. Schließlich kann ich auch noch Arbeiten, wenn beide Kinder beschäftigt sind. Da wir Vertrauensarbeitszeiten (und keine Zeiterfassung) haben, versuche ich im Homeoffice in den Feierabend zu gehen, sobald meine Stunden um sind.

Home ist Home – Office ist Office

Sobald ich also meine Stunden geleistet habe, komme ich zum Schluss was maximal 15 Minuten dauern sollte (habe ich so für mich festgelegt). Dann packe ich meine Arbeitssachen ein und fahre meinen Laptop runter – dann bin ich im Feierabend. Ausnahme mache ich, wenn ich weiß das noch etwas wichtiges anliegt, aber das sollte man sich immer genau überlegen.

Fazit

Homeoffice ist eine tolle Möglichkeit eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf herzustellen ohne das dabei der Arbeitnehmer oder Arbeitgeber zurückstecken müssen. Wobei es zum einen zur Tätigkeit (den Arbeitsaufgaben) und zum anderen zur Unternehmenskultur passen sollte. Ich bin über die Möglichkeit ab und an im Homeoffice arbeiten zu können sehr dankbar und würde das gerne auch unter dem Aspekt der Fahrzeiten ins Büro gerne häufiger machen. Dabei gebe ich allerdings auch zu, dass es auch in meinem Arbeitsalltag Aufgaben gibt, die zwar im Homeoffice machbar, aber nicht optimal sind, weil technische Voraussetzungen fehlen. Dauerhaft im Homeoffice arbeiten, wäre aktuell für mich sehr schwierig, aber tageweise ist eine super Sache.

Dürft Ihr im Homeoffice arbeiten? Habt ihr oder Euer Unternehmen in dem Ihr arbeitet klare Regeln zur Zeiterfassung und Dokumentation? Könnt Ihr das gut von zu Hause aus arbeiten oder lenkt es Euch ab?